Eingriff
Dauer 4-6 Stunden
Narkose
Vollnarkose
Aufenthalt
1-2 Nächte stationär
Arbeitsfähig
Nahtentfernung nach einer Woche, arbeitsfähig nach 3-4 Wochen, Sport oder schwere körperliche Tätigkeiten nach 6 Wochen
Kosten
ab 9000€
Sichtbare Alterserscheinungen des Gesichts und des Halses lassen sich ab einer gewissen Ausprägung nicht mehr durch Cremes, Botox oder Filler korrigieren. Oft hilft nur noch die Straffung der Haut und der daruntergelegenen Muskel/Bindegewebsstruktur (SMAS). Durch ein sogenanntes Facelift werden die durch die Alterung abgesunkenen Strukturen gehoben und somit wieder eine frischere jugendlichere Ausstrahlung erreicht.
Mit zunehmendem Alter verändert sich nicht nur die Hautoberfläche, sondern auch die tieferen Strukturen des Gesichts. Die Haut verliert an Elastizität, Fettkompartimente verschieben sich, das Bindegewebe wird schwächer und die Schwerkraft wirkt dauerhaft auf das Gewebe ein. Dadurch entstehen abgesunkene Wangen, sogenannte Hängebäckchen, ausgeprägte Nasolabialfalten, Marionettenfalten sowie eine erschlaffte Halskontur.
Solange die Veränderungen gering ausgeprägt sind, lassen sich einzelne Bereiche gut mit Botulinumtoxin, Hyaluronsäure oder Eigenfett behandeln. Wenn jedoch ein deutlicher Gewebeüberschuss und ein Absinken der tieferen Strukturen vorliegen, reichen diese Methoden nicht mehr aus. In solchen Fällen kann ein Facelift eine sinnvolle Option sein.
Ich bespreche mit Ihnen im persönlichen Gespräch, ob bei Ihnen ein operativer Eingriff wirklich notwendig ist oder ob weniger invasive Maßnahmen noch zielführend sind. Ein Facelift ist kein Routineeingriff, sondern eine Entscheidung, die gut überlegt sein sollte.
Was wird bei einem Facelift genau gestrafft?
Viele Menschen glauben, dass bei einem Facelift lediglich die Haut gestrafft wird. Das entspricht nicht dem heutigen Standard. Ein modernes Facelift berücksichtigt vor allem die tieferliegende Bindegewebs- und Muskelschicht, das sogenannte SMAS. Diese Struktur ist maßgeblich für die Gesichtsform verantwortlich.
Wenn nur die Haut gestrafft würde, entstünde ein unnatürlich gespanntes Erscheinungsbild. Deshalb hebe ich im Rahmen eines SMAS Liftings nicht nur die Haut an, sondern repositioniere die abgesunkenen Gewebeschichten in ihre ursprüngliche Lage. Die Haut wird anschließend spannungsarm angepasst.
Ziel ist keine Veränderung Ihrer Identität, sondern eine sichtbare, aber natürliche Verjüngung. Sie sollen erholt wirken, nicht operiert.
Welche Arten des Faceliftings gibt es?
Ein Facelift ist kein standardisiertes Verfahren. Je nach Ausgangssituation unterscheide ich zwischen verschiedenen Techniken.
SMAS Facelift
Hier wird die Haut gelöst und zusätzlich die SMAS Schicht angehoben und fixiert. Diese Methode eignet sich bei deutlicher Gewebeerschlaffung im Mittel- und Untergesicht sowie am Hals.
Deep Plane Facelift
Bei ausgeprägteren Befunden kann das Gewebe in einer tieferen Schicht als Einheit mobilisiert werden. Diese Technik erlaubt eine besonders effektive Repositionierung abgesunkener Strukturen.
Mini Lift
Bei moderater Erschlaffung kann ein reduzierter Eingriff sinnvoll sein. Die Schnitte sind kürzer, die Wirkung ist jedoch ebenfalls begrenzter.
Halslifting
Wenn vor allem die Halskontur betroffen ist, kann ein isoliertes Halslifting oder eine Kombination mit einem Facelift notwendig sein.
Welche Technik für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer Anatomie, Ihrer Hautqualität und Ihren Erwartungen ab. Das kläre ich ausführlich mit Ihnen.
Wie läuft die Vorbereitung auf ein Facelift ab?
Im Erstgespräch analysiere ich Ihr Gesicht in Ruhe. Dabei beurteile ich die Hautqualität, das Ausmaß der Gewebeerschlaffung, die Kieferlinie, die Halskontur und die Position der Wangen. Gemeinsam besprechen wir, welche Veränderungen Sie stören und welches Ziel realistisch erreichbar ist.
Vor der Operation erfolgen eine medizinische Anamnese und notwendige Voruntersuchungen. Blutverdünnende Medikamente sollten rechtzeitig pausiert werden. Nikotin sollte möglichst mehrere Wochen vor dem Eingriff reduziert oder idealerweise ganz vermieden werden, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann.
Am Operationstag erscheinen Sie nüchtern entsprechend den Vorgaben des Anästhesisten.
Wie läuft ein Facelift ab?
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert in der Regel vier bis sechs Stunden. Ich führe die Operation persönlich durch.
Die Schnittführung verläuft meist im behaarten Schläfenbereich, vor dem Ohr, um das Ohr herum und hinter dem Ohr in den Haaransatz. Dadurch können Narben später gut versteckt werden.
Nach dem Lösen der Haut hebe ich die tieferen Gewebeschichten an und fixiere sie in einer verjüngten Position. Überschüssige Haut wird spannungsarm entfernt. Je nach Befund kann auch ein Halslifting oder eine Eigenfettbehandlung integriert werden.
Drainagen können für kurze Zeit eingelegt werden, um Wundflüssigkeit abzuleiten. Abschließend erfolgt ein Verband.
Was ist nach einem Facelift zu beachten?
In den ersten Tagen nach der Operation sind Schwellungen und Blutergüsse normal. Das Gesicht kann sich gespannt oder taub anfühlen. Diese Empfindungen bilden sich in der Regel im Laufe der Wochen zurück.
Die Fäden entferne ich meist nach etwa einer Woche. Gesellschaftsfähig sind viele Patientinnen und Patienten nach etwa drei Wochen, abhängig vom individuellen Heilungsverlauf.
Sportliche Aktivitäten sollten Sie für etwa sechs Wochen vermeiden. In dieser Zeit sollten auch starke körperliche Belastungen unterbleiben. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Narben sollte für mehrere Monate gemieden werden.
Ich begleite Sie in regelmäßigen Nachkontrollen und stehe Ihnen während der Heilungsphase persönlich zur Verfügung.
Wann ist das endgültige Ergebnis sichtbar?
Ein erstes Ergebnis ist nach einigen Wochen erkennbar, sobald die stärksten Schwellungen abgeklungen sind. Das endgültige Resultat beurteile ich nach mehreren Monaten. Die vollständige Gewebereifung kann bis zu einem Jahr dauern.
Ein Facelift stoppt den Alterungsprozess nicht, es setzt ihn zeitlich zurück. Wie lange das Ergebnis anhält, hängt von Ihrer Gewebequalität, Ihrer genetischen Veranlagung und Ihrem Lebensstil ab. In der Regel ist das Resultat über viele Jahre stabil.
Welche Risiken bestehen bei einem Facelift?
Auch wenn ich mit größter Sorgfalt arbeite, bleibt ein Facelift ein operativer Eingriff mit allgemeinen Risiken.
Dazu zählen Blutungen, Hämatome, Infektionen, Wundheilungsstörungen oder Reaktionen auf die Narkose. Spezifische Risiken eines Facelifts sind vorübergehende Gefühlsstörungen, Schwellungen oder selten eine Beeinträchtigung einzelner Gesichtsnerven. In den meisten Fällen bilden sich solche Veränderungen zurück. Eine dauerhafte Lähmung ist sehr selten.
Narben sind unvermeidbar, verlaufen jedoch in unauffälligen Bereichen. Wie Ihre individuelle Risikosituation aussieht, bespreche ich offen und transparent mit Ihnen.
Für wen ist ein Facelift geeignet?
Geeignet ist ein Facelift für Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter Gewebeerschlaffung im Mittel- und Untergesicht oder am Hals, die sich eine nachhaltige Verjüngung wünschen.
Wichtig ist eine stabile körperliche Gesundheit sowie eine realistische Erwartungshaltung. Ziel ist eine harmonische Verjüngung, keine vollständige Faltenfreiheit.
Wenn nur einzelne Falten stören oder das Gewebe noch ausreichend elastisch ist, empfehle ich zunächst weniger invasive Verfahren.
Mit welchen Kosten ist ein Facelift verbunden?
Die Kosten für ein Facelift beginnen ab 9.000 €. Der endgültige Preis hängt vom Umfang des Eingriffs, der Operationsdauer und möglichen Zusatzbehandlungen ab.
Im Beratungsgespräch erhalten Sie eine transparente und individuelle Kostenaufstellung.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ein Facelift ist in der Regel ein ästhetischer Eingriff und wird daher üblicherweise nicht von der Krankenkasse übernommen. Eine Kostenübernahme erfolgt nur bei klarer medizinischer Indikation, was beim klassischen Facelift selten der Fall ist.
Sollten funktionelle Gründe vorliegen, kläre ich mit Ihnen, welche Unterlagen für eine Antragstellung erforderlich sind.
FAQ zum Facelift
Wie lange bin ich nach einem Facelift nicht gesellschaftsfähig?
In den ersten zwei Wochen sind Schwellungen und Blutergüsse meist noch deutlich sichtbar. Nach etwa drei Wochen fühlen sich viele Patientinnen und Patienten wieder sicher genug für gesellschaftliche Termine. Leichte Restschwellungen können noch bestehen, sind für Außenstehende jedoch in der Regel nicht auffällig.
Habe ich starke Schmerzen nach der Operation?
Ein Facelift wird häufig eher als Spannungsgefühl oder Druck empfunden und nicht als starker Schmerz. Mit geeigneten Schmerzmitteln lässt sich diese Phase gut kontrollieren. Starke Schmerzen sind untypisch und sollten abgeklärt werden.
Wie sichtbar sind die Narben?
Die Schnitte verlaufen entlang natürlicher Hautlinien und im behaarten Bereich. Vor dem Ohr, um das Ohr herum und im Haaransatz können Narben in der Regel gut kaschiert werden. Nach vollständiger Abheilung sind sie meist unauffällig. Wie Ihre Narben individuell verheilen, hängt unter anderem von Ihrer Hautbeschaffenheit ab.
Wirke ich nach einem Facelift unnatürlich oder operiert?
Mein Ziel ist kein maskenhaftes Ergebnis. Ich straffe nicht übermäßig und berücksichtige Ihre individuelle Gesichtsform sowie Ihre Mimik. Ein gutes Facelift erkennt man nicht an einer „gespannten“ Haut, sondern an einer harmonischen, erholten Ausstrahlung.
Kann ein Facelift mit anderen Eingriffen kombiniert werden?
Ja, das ist möglich. Häufig kombiniere ich ein Facelift mit einem Halslifting, einer Lidkorrektur oder einer Eigenfettbehandlung. Ob das sinnvoll ist, hängt von Ihrem Befund und Ihren Zielen ab. Das bespreche ich mit Ihnen ausführlich im Beratungsgespräch.
Wie lange hält das Ergebnis eines Facelifts?
Ein Facelift stoppt den Alterungsprozess nicht, setzt ihn jedoch deutlich zurück. Viele Patientinnen und Patienten profitieren über viele Jahre von einem stabilen Ergebnis. Wie lange genau, hängt von Ihrer Gewebequalität, Ihrer genetischen Veranlagung und Ihrem Lebensstil ab.
Kann ein Facelift wiederholt werden?
Grundsätzlich ist eine erneute Straffung möglich, wenn sich nach vielen Jahren erneut eine deutliche Gewebeerschlaffung zeigt. Ob und wann das sinnvoll ist, beurteile ich individuell.
Ab welchem Alter ist ein Facelift sinnvoll?
Es gibt kein festgelegtes Mindestalter. Wichtig ist nicht das Lebensalter, sondern der Befund. Bei gering ausgeprägten Veränderungen empfehle ich meist zunächst weniger invasive Maßnahmen. Ein Facelift kommt dann in Frage, wenn die Gewebeerschlaffung deutlich sichtbar ist und konservative Methoden nicht mehr ausreichen.

