Brustverkleinerung (Mammareduktion) Korneuburg

Eingriff

Dauer 150-240 min

Narkose

Vollnarkose

Aufenthalt

stationär

Arbeitsfähig

nach ca. 3 Wochen, Sportkarenz für 4-6 Wochen, Stütz-BH für 6 Wochen Endresultat nach ca. 3-6 Monaten

Kosten

ab 7.000 € (evtl. Teilerstattung der Kosten durch Krankenkasse)

Unzufriedenheit mit der Brustgröße oder Form kann das weibliche Selbstwertgefühl erheblich beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist die Brustvergrößerung wohl einer der häufigsten Eingriffe in der plastischen Chirurgie. Eine Brustvergrößerung kann entweder mit Eigenfett oder mit Brustimplantaten erfolgen. Bei der Eigenfettvergrößerung wird das Fett an anderer Körperstelle (meist Flanken, Bauch oder Oberschenkel) abgesaugt. Brustimplantate gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen (rund oder anatomisch). Die Wahl der Operationsmethode und des Implantates muss für jede Frau individuell abgestimmt und persönliche Wünsche und Vorstellungen berücksichtigt werden. Zusammen erarbeiten wir einen Behandlungsplan und finden die für Sie ideale Methode.

Sehr große oder schwere Brüste können im Alltag zur Belastung werden. Viele Patientinnen berichten mir von Nacken und Rückenschmerzen, Druckstellen durch BH-Träger, Hautreizungen in der Unterbrustfalte oder Einschränkungen beim Sport. Manche fühlen sich außerdem in Kleidung unwohl oder vermeiden bestimmte Aktivitäten, weil die Brust ständig mitgedacht werden muss.

Im Beratungsgespräch kläre ich mit Ihnen zuerst, welche Beschwerden Sie haben und was Sie sich von einer Brustverkleinerung erhoffen. Danach untersuche ich Ihre Brust, beurteile Haut und Gewebe und bespreche mit Ihnen, welche Veränderung sinnvoll und realistisch ist. Mir ist wichtig, dass Sie verstehen, was die Operation leisten kann und wie der Heilungsverlauf typischerweise aussieht.

Sämtliche Operationen und Therapien werden von mir höchstpersönlich durchgeführt. Ich begleite Sie vom Erstgespräch über die Diagnostik und Behandlung bis zur Nachsorge nach dem Eingriff. Operationen können bei Deckung durch die Krankenkasse in der Klinik Ottakring oder auf Wunsch in einem Wiener Belegspital, zum Beispiel Goldenes Kreuz, durchgeführt werden.

Was ist eine Brustverkleinerung (Mammareduktion)?

Bei einer Brustverkleinerung entferne ich überschüssiges Brustdrüsen und Fettgewebe und straffe gleichzeitig die Haut. Dadurch wird die Brust kleiner, leichter und meist auch deutlich fester. In den meisten Fällen versetze ich auch die Brustwarze in eine höhere, passendere Position. Häufig wird der Warzenhof dabei mit angepasst, wenn er sehr groß oder gedehnt ist.

Das Ziel ist, dass Sie sich körperlich entlastet fühlen und die Brust besser zu Ihrer Statur passt. Gleichzeitig achte ich darauf, dass Form und Symmetrie möglichst harmonisch werden. Eine völlig narbenfreie Operation ist nicht möglich, weil die Verkleinerung immer mit einer Straffung verbunden ist. Wie die Narben verlaufen, hängt von Ihrer Ausgangssituation und der notwendigen Schnittführung ab. Das erkläre ich Ihnen vor der Operation sehr konkret.

Welche Beschwerden können durch große Brüste entstehen?

Große Brüste werden oft als weiblich wahrgenommen, können aber auch spürbare Probleme verursachen. Typische Beschwerden sind:

  • Nacken, Schulter und Rückenschmerzen, oft auch Verspannungen durch das Gewicht der Brust
  • Einschneidende BH-Träger und Druckstellen, manchmal auch Nervenirritationen
  • Hautreizungen oder wiederkehrende Entzündungen in der Unterbrustfalte
  • Einschränkungen beim Sport und bei körperlicher Arbeit
  • Probleme bei der Kleiderwahl und ein ständiges Gefühl, sich verstecken zu müssen

Im Gespräch kläre ich mit Ihnen, welche Beschwerden bei Ihnen im Vordergrund stehen und ob eine Brustverkleinerung eine sinnvolle Lösung sein kann.

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Was ist vor einer Brustverkleinerung zu beachten?

Viele Patientinnen haben bereits sehr konkrete Vorstellungen, wie klein die Brust werden soll. Im Gespräch übersetze ich diesen Wunsch in eine medizinisch sinnvolle Planung. Ich untersuche und vermesse Ihre Brust genau und bespreche mit Ihnen:

  • Welche Entlastung realistisch erreichbar ist
  • Welche Schnittführung für Ihre Ausgangslage nötig ist
  • Wie die Brustwarze positioniert wird
  • Welche Narben entstehen und wie sie voraussichtlich abheilen
  • Was Sie bei Heilung, Sport und Arbeit einplanen sollten

Wenn Sie möchten, können Sie auch eine Begleitperson zum Gespräch mitnehmen. Manche Fragen tauchen erst nach dem ersten Termin auf. Dann ist ein weiterer Termin sinnvoll, bevor Sie sich entscheiden.

Welche Vorbereitungen sind vor einer Brustverkleinerung wichtig?

Vor der Operation geht es vor allem um Ihre Sicherheit. Ich kläre mögliche Risikofaktoren und bespreche mit Ihnen, welche Medikamente pausiert werden müssen. Blutverdünnende Schmerzmittel sollten in der Regel rechtzeitig vor dem Eingriff nicht mehr eingenommen werden. Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen oder Allergien haben, sagen Sie mir das bitte im Gespräch, damit wir es in der Planung berücksichtigen.

Je nach Ausgangslage kann vor der Operation auch eine Bildgebung sinnvoll sein, zum Beispiel Ultraschall oder gegebenenfalls Mammographie. Das bespreche ich individuell mit Ihnen.

Am Operationstag müssen Sie nüchtern sein, so wie es die Vorgaben der Vollnarkose verlangen. Wenn Sie kurz vor dem Termin einen Infekt oder Fieber entwickeln, sollen Sie mich kontaktieren, damit wir gemeinsam entscheiden, ob wir verschieben.

Wie läuft eine Brustverkleinerung ab?

Die Brustverkleinerung erfolgt in Vollnarkose und wird stationär durchgeführt. Die Operation dauert je nach Befund und Aufwand etwa 2,5 bis vier Stunden.

Vor der Operation zeichne ich die geplanten Schnitte und die neue Position der Brustwarze an. Während des Eingriffs entferne ich überschüssiges Drüsen und Fettgewebe und forme die verbleibende Brust neu. Danach straffe ich die Haut. In der Regel wird die Brustwarze mit ihrem Gewebeanschluss nach oben versetzt. Damit kann die Durchblutung und Empfindlichkeit häufig besser erhalten bleiben als bei Techniken, bei denen die Brustwarze vollständig abgelöst werden müsste. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, hängt vom Umfang der Verkleinerung ab, und das bespreche ich vorab mit Ihnen.

Je nach Situation können Drainagen eingesetzt werden, damit Wundflüssigkeit abfließen kann. Direkt nach der Operation wird die Brust mit einem Verband und anschließend mit einem Stütz BH stabilisiert.

Welche Schnittführungen werden bei einer Brustverkleinerung verwendet?

Die Schnittführung richtet sich nach Größe, Hautüberschuss und Form der Brust. Ich erkläre Ihnen vor der Operation, welche Narbe bei Ihnen zu erwarten ist und warum.

Typisch ist eine Narbe um den Warzenhof. Häufig kommt eine senkrechte Narbe nach unten dazu. Bei sehr großem Hautüberschuss kann zusätzlich eine Narbe in der Unterbrustfalte notwendig sein. Ziel ist immer, die Brust sicher und stabil zu formen und gleichzeitig so narbensparend wie möglich zu arbeiten.

Was ist nach der Brustverkleinerung wichtig?

In den ersten Tagen sind Schwellung und ein Spannungsgefühl normal. Schmerzmittel helfen in der Regel gut. Sie tragen einen Stütz BH für sechs Wochen, damit das Gewebe ruhig bleibt und die Heilung unterstützt wird.

In dieser Zeit sollten Sie die Brust schonen und ruckartige Belastungen vermeiden. Sportpause ist für vier bis sechs Wochen einzuplanen. Auch Überkopfbewegungen und schweres Heben sollten anfangs reduziert werden, damit die Wunden nicht unter Zug geraten.

Wann bin ich nach einer Brustverkleinerung wieder arbeitsfähig?

Die Arbeitsfähigkeit ist in der Regel nach etwa drei Wochen wieder gegeben. Das hängt auch davon ab, ob Sie körperlich schwer arbeiten oder überwiegend sitzen. Wenn Sie einen körperlich belastenden Beruf haben, plane ich mit Ihnen eher etwas mehr Zeit ein.

Wann sehe ich das endgültige Ergebnis?

Nach der Operation ist die Brust zunächst geschwollen und die Form wirkt noch nicht endgültig. Mit der Zeit wird das Gewebe weicher und die Brust setzt sich. Ein gutes Endresultat lässt sich meist nach etwa drei bis sechs Monaten beurteilen. Auch danach können Narben und kleine Gewebeverhärtungen noch weiter reifen.

Welche Risiken hat eine Brustverkleinerung?

Eine Brustverkleinerung ist ein häufig durchgeführter Eingriff, trotzdem bleibt es eine Operation. Allgemeine Risiken sind Blutungen, Blutergüsse, Infektionen, Wundheilungsstörungen und seltene Komplikationen im Zusammenhang mit der Vollnarkose.

Spezifisch bei einer Brustverkleinerung kann es zu Gefühlsveränderungen an Brust und Brustwarze kommen. Oft normalisiert sich das Empfinden im Verlauf wieder, manchmal bleibt es reduziert. Auch die Stillfähigkeit kann beeinträchtigt sein. Wie hoch dieses Risiko ist, hängt vom Umfang der Verkleinerung und der Technik ab.

Narben gehören zum Eingriff dazu. Sie werden anfangs stärker sichtbar sein und verblassen typischerweise mit der Zeit. In seltenen Fällen kann es zu auffälliger Narbenbildung kommen. Außerdem kann es zu leichten Unterschieden in Form oder Brustwarzenposition kommen. Kleinere Korrekturen sind in einzelnen Fällen möglich, werden aber erst nach vollständiger Heilung beurteilt.

Sehr selten kann es zu Durchblutungsproblemen von Gewebe kommen, insbesondere bei sehr großen Verkleinerungen oder ungünstigen Risikofaktoren. Das bespreche ich mit Ihnen im Aufklärungsgespräch, wenn es für Sie relevant ist.

Für wen ist eine Brustverkleinerung geeignet?

Eine Brustverkleinerung kommt für Patientinnen infrage, die unter dem Gewicht oder der Größe ihrer Brust leiden und sich eine dauerhafte Entlastung wünschen. Wichtig ist, dass das Körperwachstum abgeschlossen ist und die Brustentwicklung weitgehend abgeschlossen ist.

Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, ist es sinnvoll, das Thema anzusprechen. Eine Brustverkleinerung kann die Stillfähigkeit beeinträchtigen. Wie stark, hängt unter anderem von der Ausgangslage und der Technik ab. Ich bespreche das mit Ihnen offen, damit Sie gut abwägen können.

Für wen ist eine Brustverkleinerung nicht oder nur eingeschränkt geeignet?

Es gibt Situationen, in denen ich von einer Operation abrate oder sie verschiebe. Dazu zählen:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Aktive Tumorerkrankung
  • Akute Entzündung im Bereich der Brust oder der Brustdrüse
  • Schwere internistische Erkrankungen, bei denen Operation und Vollnarkose ein deutlich erhöhtes Risiko bedeuten können

Ob bei Ihnen etwas davon relevant ist, kläre ich im Rahmen der Voruntersuchung

Mit welchen Kosten ist eine Brustverkleinerung verbunden?

Die Kosten für eine Brustverkleinerung beginnen ab 7.000 Euro.

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Brustverkleinerung?

Ob eine Teilerstattung durch die Krankenkasse möglich ist, hängt davon ab, ob eine medizinische Begründung anerkannt wird. Das ist eher der Fall, wenn nachweisbare körperliche Beschwerden bestehen und der Befund entsprechend dokumentiert ist.

Wenn eine Kostenerstattung für Sie wichtig ist, bespreche ich mit Ihnen, welche Unterlagen typischerweise benötigt werden. Die Entscheidung trifft letztlich die jeweilige Krankenkasse.

FAQ zur Brustverkleinerung

Welche Narkose wird bei einer Brustverkleinerung verwendet?

Eine Brustverkleinerung führe ich in Vollnarkose durch. Vor dem Eingriff sprechen Sie auch mit dem Anästhesisten. Dort werden Ablauf und Risiken der Narkose in Ruhe erklärt, damit Sie gut vorbereitet sind.

Wie schmerzhaft ist eine Brustverkleinerung?

In den ersten Tagen sind Schwellung, Druckgefühl und ein Wundschmerz normal. Viele Patientinnen beschreiben es als ein starkes Spannungsgefühl. In der Regel lässt sich das gut mit Schmerzmitteln behandeln. Ich erkläre Ihnen vor der Operation, was Sie realistisch erwarten können und wie Sie sich am besten schonen.

Wann darf ich nach einer Brustverkleinerung wieder Sport machen?

Sportpause sollten Sie für vier bis sechs Wochen einplanen. Spaziergänge sind in der Regel früher möglich, aber alles, was den Oberkörper stark bewegt oder die Brust belastet, sollte in dieser Zeit vermieden werden. Ich gebe Ihnen bei den Kontrollen klare Empfehlungen, wann Sie wieder steigern dürfen.

Wie lange muss ich den Stütz BH tragen?

Einen Stütz BH tragen Sie in der Regel sechs Wochen. Er stabilisiert die Brust, reduziert Zug auf die Wunden und unterstützt die Form in der Heilungsphase.

Wie sehen die Narben nach einer Brustverkleinerung aus?

Narben lassen sich bei einer Brustverkleinerung nicht vermeiden, weil immer auch Haut gestrafft wird. Wie die Narben verlaufen, hängt von Ihrer Ausgangslage ab. Häufig gibt es eine Narbe um den Warzenhof und eine senkrechte Narbe nach unten. Bei sehr großem Hautüberschuss kann zusätzlich eine Narbe in der Unterbrustfalte nötig sein. Am Anfang sind Narben meist rötlicher und auffälliger. Mit der Zeit verblassen sie typischerweise.

Kann eine Brustverkleinerung die Stillfähigkeit beeinflussen?

Ja, eine Brustverkleinerung kann die Stillfähigkeit beeinträchtigen. Wie stark, hängt davon ab, wie viel Gewebe entfernt werden muss und welche Technik bei Ihnen möglich ist. Wenn Stillen für Sie ein wichtiges Thema ist oder ein Kinderwunsch besteht, sprechen Sie das bitte früh an. Dann berücksichtige ich das in der Planung und erkläre Ihnen die Unterschiede verständlich.

Verändert eine Brustverkleinerung auch die Empfindlichkeit der Brustwarzen?

Vorübergehende Gefühlsveränderungen sind möglich. Viele Patientinnen merken in den ersten Wochen Taubheit oder ein verändertes Empfinden. Oft bessert sich das im Verlauf wieder, manchmal bleibt die Empfindlichkeit teilweise reduziert. Das Risiko hängt auch vom Umfang der Verkleinerung ab.

Author

OA Dr. Martin Vierhapper

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästehtische Medizin

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OA Dr. Martin Vierhapper

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästehtische Medizin

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OA Dr. Martin Vierhapper

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästehtische Medizin