Ohrkorrektur (Otoplastik) in Korneuburg

Eingriff

Dauer 60-380 min

Narkose

Lokalanästheise

Aufenthalt

ambulant oder tagesklinisch

Arbeitsfähig

Schwellung und Verband für ca. 2 Wochen, enganliegendes Stirnband für weitere 4 Wochen, Sport und schwere körperliche Tätigkeiten nach ca. 6 Wochen

Kosten

ab 4.000 €

Abstehende Ohren können einseitig oder beidseitig auftreten und beruhen meist auf einer angeborenen Knorpelfehlbildung. Meist ist dabei die Ohrknorpelfalte (Antehelixfalte) zu schwach oder der innere Ohrknorpelanteil zu stark ausgeprägt. Wenn dies nicht direkt nach der Geburt erkannt und durch spezielle Formungsschienen behoben wird, ist meist eine Operation die einzige Korrekturmöglichkeit. Durch eine Ohranlegeplastik (Otoplastik/Otopexie) können diese Fehlbildungen korrigiert werden. Die Schnittführung und das resultierende Narbenbild liegen an der Rückseite des Ohres und sind so vor fremden Blicken versteckt.

Ausgerissene oder extrem gedehnte Ohrlöcher können ebenfalls plastisch-chirurgisch rekonstruiert werden.

Abstehende oder verformte Ohren fallen oft schon im Kindesalter auf. Viele Betroffene hören über Jahre hinweg Bemerkungen oder fühlen sich gezwungen, ihre Ohren mit Frisuren zu verstecken. Auch im Erwachsenenalter kann eine auffällige Ohrform das Selbstbewusstsein beeinträchtigen.

In meiner Ordination in Korneuburg führe ich Ohrkorrekturen persönlich durch. Ziel ist es, die Ohren harmonisch an den Kopf anzulegen oder Fehlbildungen so zu korrigieren, dass ein natürliches und dauerhaftes Ergebnis entsteht. Die Narben liegen dabei an der Rückseite des Ohres und sind später kaum sichtbar.

Was versteht man unter einer Ohrkorrektur?

Unter einer Ohrkorrektur, medizinisch Otoplastik oder Otopexie genannt, versteht man die operative Veränderung der Ohrform oder Ohrstellung. Am häufigsten geht es um sogenannte abstehende Ohren, auch Segelohren genannt.

Ursache ist meist eine angeborene Knorpelfehlbildung. Entweder ist die Anthelixfalte, also die typische Knorpelfalte im Ohr, zu schwach ausgeprägt oder die Ohrmuschel selbst ist zu stark entwickelt und drückt das Ohr nach vorne. Manchmal liegt auch eine Kombination beider Faktoren vor.

Neben dem klassischen Anlegen der Ohren korrigiere ich auch:

  • asymmetrische Ohren
  • sehr große Ohren
  • deformierte Ohren nach Unfällen
  • eingerissene Ohrläppchen
  • stark gedehnte Ohrlöcher durch Tunnel
  • zu große oder erschlaffte Ohrläppchen

Jede Ohrkorrektur wird individuell geplant. Es gibt kein Standardverfahren, das für alle gleich passt.

Für wen ist eine Ohrkorrektur geeignet?

Grundsätzlich ist eine Ohrkorrektur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene möglich. Bei Kindern führe ich den Eingriff in der Regel nicht vor dem sechsten Lebensjahr durch, da das Ohrwachstum zu diesem Zeitpunkt weitgehend abgeschlossen ist. Viele Eltern entscheiden sich für eine Korrektur noch vor Schuleintritt, um mögliche Hänseleien zu vermeiden.

Erwachsene kommen häufig zu mir, weil sie sich schon lange an ihren Ohren stören und sich nun bewusst für eine Veränderung entscheiden. Auch nach Unfällen oder bei ausgerissenen Ohrläppchen kann eine operative Korrektur sinnvoll sein.

Wichtig ist, dass Sie eine realistische Vorstellung vom Ergebnis haben. Ziel ist keine perfekte Symmetrie, sondern eine harmonische Anpassung an Ihr Gesicht.

Wie läuft die Vorbereitung auf eine Ohrkorrektur ab?

Im Erstgespräch besprechen wir ausführlich, was Sie stört und welches Ergebnis Sie sich wünschen. Ich untersuche Ihre Ohren genau und analysiere:

  • Form und Größe der Ohrmuschel
  • Ausprägung der Anthelix
  • Abstand des Ohres vom Kopf
  • Haut- und Knorpelbeschaffenheit
  • mögliche Asymmetrien

Auf dieser Basis erkläre ich Ihnen, welche Technik sinnvoll ist und welches Ergebnis realistisch erreichbar ist.

Vor der Operation sollten Sie etwa 14 Tage auf blutverdünnende Medikamente verzichten. Auch Nikotin sollte möglichst reduziert werden, da es die Wundheilung beeinträchtigen kann. Da der Eingriff meist in lokaler Betäubung erfolgt, sind keine aufwendigen Vorbereitungen notwendig.

Wie verläuft eine Ohranlegeplastik?

Die klassische Otoplastik erfolgt über einen Schnitt an der Rückseite des Ohres. Dadurch bleibt die spätere Narbe gut verborgen. Nach dem Freilegen des Knorpels forme ich diesen durch spezielle Nahttechniken neu. Je nach Befund:

  • verstärke ich die fehlende Anthelixfalte
  • schwäche eine zu dominante Ohrmuschel
  • kombiniere beide Techniken

Der Knorpel wird dauerhaft in der neuen Position fixiert. Ziel ist ein natürlicher Winkel zwischen Ohr und Kopf. Am Ende verschließe ich die Haut mit feinen Nähten und lege einen schützenden Kopfverband an.

Wie werden Ohrläppchen korrigiert?

Eingerissene oder stark gedehnte Ohrläppchen können in einem kleineren Eingriff rekonstruiert werden.

Dabei entferne ich das narbige oder überdehnte Gewebe und forme das Ohrläppchen neu. Die Wunde wird sorgfältig vernäht. Nach vollständiger Abheilung ist später auch wieder ein neues Ohrloch möglich.

Was ist nach einer Ohrkorrektur zu beachten?

Direkt nach der Operation tragen Sie einen schützenden Kopfverband. Dieser stabilisiert die neue Ohrposition und schützt vor unbewussten Bewegungen. Nach einigen Tagen erfolgt der erste Verbandswechsel. Insgesamt sollten Sie etwa zwei Wochen mit Verband und sichtbarer Schwellung rechnen. Im Anschluss tragen Sie für weitere vier Wochen nachts ein enganliegendes Stirnband. Dieses verhindert, dass sich die Ohren im Schlaf wieder aufstellen.

In den ersten Wochen sollten Sie:

  • auf Sport verzichten
  • keine starken Druckbelastungen auf die Ohren ausüben
  • vorsichtig beim Haarewaschen sein

Sportliche Aktivitäten und körperlich schwere Tätigkeiten sind in der Regel nach etwa sechs Wochen wieder möglich.

Welche Risiken bestehen bei einer Ohrkorrektur?

Auch wenn es sich um einen vergleichsweise kleinen Eingriff handelt, ist jede Operation mit Risiken verbunden.

Zu den Risiken zählen:

  • Nachblutungen
  • Blutergüsse
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • vorübergehende Gefühlsstörungen
  • Asymmetrien
  • erneutes Abstehen des Ohres
  • Narbenveränderungen

In sehr seltenen Fällen kann es zu Knorpelentzündungen kommen. Durch eine sorgfältige Operationstechnik und regelmäßige Kontrollen lässt sich dieses Risiko deutlich reduzieren.

Im Aufklärungsgespräch bespreche ich mit Ihnen individuell, welche Risiken in Ihrem Fall relevant sind.

Wann ist das endgültige Ergebnis sichtbar?

Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen sind Verband und Nähte entfernt. Zu diesem Zeitpunkt ist die neue Ohrform bereits erkennbar.

Schwellungen und leichte Rötungen können jedoch noch einige Wochen bestehen. Ein stabiles Endergebnis lässt sich meist nach zwei bis drei Monaten gut beurteilen.

Die neue Ohrform bleibt in der Regel dauerhaft erhalten.

Mit welchen Kosten ist eine Ohrkorrektur verbunden?

Die Kosten beginnen ab 4.000 Euro. Der genaue Preis hängt vom Umfang des Eingriffs ab.

Im Beratungsgespräch erhalten Sie eine transparente Aufstellung aller Kosten.

Bei Kindern unter 14 Jahren übernehmen Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der Kosten. Bei Erwachsenen handelt es sich meist um einen ästhetischen Eingriff, der selbst zu tragen ist.

FAQ zur Ohrkorrektur

Wie lange bin ich nach einer Ohrkorrektur arbeitsunfähig?

Meist bin ich nach etwa zehn bis 14 Tagen wieder arbeitsfähig. Bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten oder wenn im Job ein Helm/Gehörschutz getragen werden muss, kann es sinnvoll sein, etwas länger zu pausieren.

Ist der Eingriff schmerzhaft?

Während der Operation spüren Sie durch die Lokalanästhesie in der Regel keine Schmerzen. Danach sind Druck- oder Spannungsgefühle sowie ein leichtes Ziehen möglich, was sich meist gut mit üblichen Schmerzmitteln kontrollieren lässt.

Bleiben sichtbare Narben zurück?

Die Schnittführung liegt hinter dem Ohr in einer natürlichen Falte. Dadurch sind Narben später normalerweise kaum sichtbar. Wie unauffällig die Narbe wird, hängt auch von Ihrer individuellen Narbenheilung und der Nachsorge ab.

Kann sich das Ohr wieder aufstellen?

Ein geringes Restrisiko besteht, vor allem in den ersten Wochen. Deshalb ist die Nachbehandlung wichtig: Verband wie vereinbart tragen und anschließend das enganliegende Stirnband (insbesondere nachts) konsequent verwenden. So lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

Ist das Ergebnis dauerhaft?

In der Regel ja. Die neue Ohrform ist langfristig stabil. Das endgültige Ergebnis beurteile ich meist nach zwei bis drei Monaten, wenn Schwellungen vollständig abgeklungen sind und der Knorpel in der neuen Form „ausgereift“ ist.

Author

OA Dr. Martin Vierhapper

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästehtische Medizin

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OA Dr. Martin Vierhapper

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästehtische Medizin

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OA Dr. Martin Vierhapper

Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästehtische Medizin